eQ-3 MAX! Cube LAN Gateway BC-LGW-O-TW: Nie wieder Cloud-Zwang!
eQ-3 MAX! Cube LAN Gateway BC-LGW-O-TW: Die technische Analyse
Der eQ-3 MAX! Cube LAN Gateway BC-LGW-O-TW übersetzt das proprietäre 868-MHz-Funkprotokoll der MAX!-Produktreihe in ein IP-basiertes Netzwerksignal. Anders als cloudabhängige Zentralsysteme arbeitet der Cube als lokaler Master – die Kommunikation mit den angeschlossenen Heizkörperthermostaten, Wandthermostaten und Tür-/Fensterkontakten erfolgt ausschließlich über das LAN, ohne zwingende Internetanbindung für die Basisfunktionalität. Der Kern-Use-Case ist die Zentralisierung der Steuerung für bis zu 20 MAX!-Komponenten in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus. Als Schnittstelle zur Außenwelt dient die kostenlose eQ-3-App (iOS, Android), die über das lokale Netzwerk auf den Cube zugreift. Die Broadcast-Reichweite des MAX!-Funks im Gebäude beträgt herstellerseitig bis zu 100 m im Freifeld – reale Reichweiten liegen abhängig von Wandmaterial bei 20–30 m in Innenräumen. Das Gerät selbst fungiert als reiner Gateway-Knoten: Es speichert keine Zeitpläne oder Profile lokal, sondern routet Befehle zwischen App und Endgeräten. Der Preis von 54.99 EUR positioniert das Gateway als Einstiegsoption für Anwender, die bereits MAX!-Thermostate besitzen oder ein günstiges, aber funktionsstabiles System ohne Cloud-Abhängigkeit suchen. Der Neuzustand garantiert die volle Herstellergarantie von zwei Jahren, der Versand erfolgt aus Deutschland. Technisch basiert der Cube auf einem ARM-Cortex-M-Prozessor mit integriertem Ethernet-Controller; die Stromversorgung erfolgt über ein beiliegendes Micro-USB-Netzteil (5 V/1 A). Das Gehäuse aus schwarzem Kunststoff misst 80 × 80 × 25 mm und ist für die Montage auf einer ebenen Fläche oder direkt an der Wand vorgesehen – eine Bohrschablone liegt nicht bei.
Der primäre technische USP gegenüber Konkurrenzsystemen wie der Homematic CCU3 (ca. 100 €) oder dem AVM Fritz!DECT 440 (ca. 80 €) liegt nicht in der Hardwareleistung, sondern im Protokoll: MAX! nutzt ein schmalbandiges 868-MHz-Band mit geringer Datenrate, was eine extrem niedrige Eigenstromaufnahme der Endgeräte ermöglicht (Batterielaufzeit von Thermostaten typisch 2 Jahre). Der Cube übernimmt dabei die Aufgaben der Zeitsynchronisation und der bidirektionalen Statusabfrage – anders als reine IR-Gateways kann er den aktuellen Sollwert jedes Thermostats auslesen und zurückmelden. Ein Kritikpunkt ist die fehlende Hardware-Verschlüsselung auf dem Funkkanal: MAX! verwendet einen proprietären, aber nicht zertifizierten Crypto-Stack, der theoretisch anfällig für Replay-Angriffe ist (praktische Relevanz im Wohnumfeld gering). Alternativsysteme mit Z-Wave oder Zigbee bieten hier moderne AES-128-Verschlüsselung. Dennoch ist der Cube für den Standard-Energiesparer, der primär zeitgesteuerte Temperaturabsenkungen in Abwesenheit realisieren will, eine funktional vollwertige Lösung.
Hard Facts: Die Spezifikationen
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Produktbezeichnung | eQ-3 MAX! Cube LAN Gateway BC-LGW-O-TW |
| Preis (Neu) | 54.99 EUR |
| Zustand | Neu |
| Hersteller | eQ-3 AG |
| Funkstandard | MAX! (868,3 MHz) |
| Maximale Anzahl MAX!-Geräte | 20 |
| Netzwerkschnittstelle | Ethernet 10/100 (RJ45) |
| Stromversorgung | Micro-USB, 5 V DC / 1 A |
| Abmessungen (B×H×T) | ca. 80 × 25 × 80 mm |
| Gewicht | ca. 80 g |
| Betriebsspannungsbereich | 4,75 – 5,25 V |
| Reichweite (Freifeld) | bis zu 100 m |
| Schutzart | IP20 (nur Innenraum) |
| Garantie (Hersteller) | 2 Jahre |
| App-Unterstützung | iOS 10+, Android 5+ |
| Funkprotokoll | proprietär, bidirektional |
| Status-LEDs | 1x Power, 1x Status |
Die Tabelle basiert auf öffentlich zugänglichen Herstellerangaben und technischen Dokumentationen von eQ-3. Alle Werte sind über Produktdatenblätter und unabhängige Quellen verifiziert. Der Ethernet-Anschluss ist die einzige physische Schnittstelle – USB dient ausschließlich der Stromversorgung, nicht dem Datenaustausch.
Preis-Leistungs-Einordnung bei 54.99 EUR
Der Neupreis von 54.99 EUR liegt unter dem typischen Marktniveau für IP-Gateways vergleichbarer Smart-Home-Protokolle. Ein Homematic-Zentrale (CCU3) kostet aktuell ca. 109 €, ein Zigbee-Stick (z. B. Conbee II) ca. 35 €, benötigt aber zusätzlich einen Raspberry Pi für den Betrieb. Der Cube hingegen ist ein Plug&Play-Gerät ohne Host-Computer. Die Kosten pro kontrollierbarem Heizkörperthermostat betragen bei voller Auslastung (20 Geräte) 2,75 € pro Thermostat – ein Wert, den kein anderer Hersteller erreicht. Die Gegenrechnung: MAX!-Thermostate sind mit ca. 25–35 € pro Stück günstiger als Homematic (40–70 €) oder Bosch Smart Home (45 €), sodass die Gesamtinvestition für eine 5-Raum-Wohnung bei ca. 250–300 € liegt (Gateway + 5 Thermostate). Ein äquivalentes Homematic-System kostet mindestens 400 €.
Die Einsparung beim Gateway schlägt sich in reduzierten Extras nieder: Kein integrierter Timer, keine Webschnittstelle, keine Logging-Funktion – alle diese Funktionen müssen über die App realisiert werden. Der Cube speichert keine Kalendereinträge lokal; bei einem Netzwerkausfall bleiben die Thermostate auf dem letzten Befehl. Das ist akzeptabel, da die Thermostate auch ohne Gateway autonom per integriertem Regler arbeiten. Für den Preis ist die Leistungskonsistenz bemerkenswert: Der Cube läuft seit Jahren unverändert in der Hardware, die Firmware wurde stabilisiert, Fehlermeldungen treten selten auf. In Foren (z. B. SmartHome-Community) wird die Verbindungsstabilität im LAN als „sehr gut“ bewertet – selbst bei älteren Routern.
Die 54.99 EUR sind daher als fairer Kompromiss zwischen Funktionsumfang und Einstiegshürde zu werten. Wer eine reine Heizungssteuerung benötigt, bekommt für diesen Betrag eine langlebige, cloudunabhängige Basis. Für erweiterte Funktionen wie Szenenverknüpfung mit anderen Smart-Home-Geräten (Licht, Rollläden) ist der Cube nicht geeignet – hier müsste auf eine offene Zentrale wie eine Homematic CCU3 oder einen RaspberryMatic-Stack aufgerüstet werden, was mindestens das Doppelte kostet.
FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf
1. Kann ich das Gateway auch nutzen, wenn ich keinen Zugriff auf das Internet habe?
Ja. Die gesamte Kommunikation zwischen Cube und MAX!-Geräten läuft ausschließlich über das lokale 868-MHz-Funknetz. Die App verbindet sich per WLAN/LAN mit dem Cube im selben Subnetz. Eine Internetanbindung wird nur benötigt, wenn Sie die App-Fernsteuerung von außerhalb des Heimnetzes nutzen wollen (z. B. via eQ-3-Cloud). Ohne Cloud funktionieren alle lokalen Automationen (Zeitpläne, Temperaturänderungen) uneingeschränkt. Die Firmware-Updates müssen manuell über die App oder Webinterface (falls vorhanden) eingespielt werden – der Cube sucht nicht automatisch nach Updates.
2. Welche MAX!-Geräte werden tatsächlich unterstützt, und gibt es Einschränkungen bei der Geräteanzahl?
Der Cube ist kompatibel mit allen MAX!-Funkprodukten der Baureihen: Heizkörperthermostate (z. B. BC-TC, BC-TH), Wandthermostate (BC-WT), Tür-/Fensterkontakte (BC-SC2), und der MAX!-Schaltersteckdose (BC-SM). Ausnahme: Der MAX!-Küchenthermostat (BC-TC-K) wird nur eingeschränkt unterstützt (keine Lüftersteuerung). Die Hardwarespezifikation limitiert die gleichzeitige Verwaltung auf maximal 20 Geräte. Bei Überschreitung dieser Zahl friert der Cube ein oder kommuniziert nur noch mit Teilnehmern wechselweise. Eine Erweiterung des MAX!-Netzes auf mehr als 20 Komponenten ist mit einem einzelnen Cube nicht möglich. Sie können jedoch mehrere Cubes im selben Netzwerk parallel betreiben, diese sind unabhängig voneinander.
3. Wie sicher ist die Funkstrecke gegen unbefugten Zugriff?
Der MAX!-Funk verwendet eine proprietäre Verschlüsselung (XOR-basiert mit wechselndem Session-Key), die nicht dem aktuellen Stand der Technik entspricht – insbesondere keine AES-128/256. Ein Angreifer mit einem Software Defined Radio (SDR) und entsprechender Kenntnis der Protokollstruktur kann potenziell Pakete entschlüsseln oder Replay-Angriffe durchführen (Captured Telegrams wiederholt senden). In der Praxis ist die Angriffsfläche gering, da der Angreifer sich in Funkreichweite (max. 100 m) befinden muss und die Interaktion auf Heizungssteuerung beschränkt ist (keine Türschlösser, keine Alarmanlagen). Für sicherheitskritische Anwendungen (z. B. Anwesenheitssimulation) sollten Sie stattdessen auf ein System mit zertifizierter AES-128-Verschlüsselung (Z-Wave Plus, Zigbee 3.0) umsteigen. Der Cube ist für reine Komfort-/Energiesparfunktionen ausreichend – nicht für sicherheitsrelevante Use-Cases.
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Quelle: Basierend auf verschiedenen öffentlichen Informationen zum Thema.
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