Google Nest Hub 1. Generation 7″: Smarte Zentrale für dein Zuhause?
Google Nest Hub 1. Generation 7″: Die technische Analyse
Der Google Nest Hub der 1. Generation ist ein 7-Zoll-Smart-Display, das 2018 als Google Home Hub auf den Markt kam und später in Nest Hub umbenannt wurde. Das Gerät positioniert sich als zentrale Steuerungseinheit für Smart-Home-Ökosysteme mit Fokus auf Sprachinteraktion und visueller Rückmeldung. Im Gegensatz zu Tablets oder größeren Smart Displays wie dem Nest Hub Max verzichtet die 7-Zoll-Variante bewusst auf eine Kamera – ein datenschutzrelevantes Unterscheidungsmerkmal, das das Gerät für den Einsatz in Schlaf- und Kinderzimmern prädestiniert.
Die Zielgruppe umfasst Nutzer, die eine kostengünstige, fest installierte Steuerzentrale für kompatible Smart-Home-Geräte suchen, ohne ein vollwertiges Tablet mit App-Ökosystem zu benötigen. Der Nest Hub fungiert primär als Sprachassistent mit visueller Unterstützung, nicht als Multimedia-Tablet. Diese klare Funktionszuweisung unterscheidet ihn von Konkurrenzprodukten wie dem Amazon Echo Show 5 oder dem Lenovo Smart Display.
Der primäre technische USP liegt in der Integration des Ambient-Equalizer-Displays, das die Bildschirmhelligkeit und Farbtemperatur automatisch an die Umgebungsbeleuchtung anpasst. Diese Funktion basiert auf einem Umgebungslichtsensor und einer speziellen Bildverarbeitung, die das Display bei gedimmtem Licht in ein nahezu unsichtbares Objekt verwandelt. Zusätzlich bietet der Nest Hub die Soli-Radar-Technologie zur Gestenerkennung, die in dieser Generation erstmals in einem Smart Display verbaut wurde.
Das Gerät unterstützt den Matter-Standard über Software-Updates, was die Kompatibilität mit einer wachsenden Anzahl von Smart-Home-Plattformen sicherstellt. Die Integration von Thread-Border-Router-Funktionalität erweitert die Netzwerkfähigkeiten des Geräts über den reinen Wi-Fi-Betrieb hinaus. Diese technische Ausstattung macht den Nest Hub zu einem relevanten Baustein in modernen Smart-Home-Installationen, auch wenn die Hardware aus dem Jahr 2018 stammt.
Hard Facts: Die Spezifikationen
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Displaygröße | 7 Zoll |
| Displayauflösung | 1024 × 600 Pixel (Touchscreen) |
| Prozessor | NXP i.MX 8M Mini (Quad-Core, 1,8 GHz) |
| Arbeitsspeicher | 1 GB LPDDR4 |
| Interner Speicher | 4 GB eMMC |
| Lautsprecher | 1x 10-Watt-Vollbereichslautsprecher |
| Mikrofone | 2x Far-Field-Mikrofone |
| Konnektivität | Wi-Fi 802.11ac (2,4/5 GHz), Bluetooth 5.0, Thread (Border Router) |
| Sensoren | Umgebungslichtsensor, Soli-Radar (Gestenerkennung) |
| Kamera | Keine |
| Betriebssystem | Google Cast, Google Assistant (basierend auf Fuchsia OS) |
| Sprachassistent | Google Assistant |
| Streaming-Protokolle | Google Cast, Chromecast built-in, Spotify Connect |
| Smart-Home-Protokolle | Matter, Thread, Zigbee (über Hub), Google Home |
| Stromversorgung | 15V DC, 1,2A (Netzteil im Lieferumfang) |
| Abmessungen | 178,5 mm × 118,2 mm × 66,8 mm (H × B × T) |
| Gewicht | 480 Gramm |
| Lieferumfang | Nest Hub, Netzteil, Kurzanleitung |
| Besonderheiten | Ambient EQ (automatische Helligkeitsanpassung), Gestensteuerung (Soli) |
Preis-Leistungs-Einordnung bei 79.99 EUR
Der Preis von 79.99 EUR für einen Google Nest Hub der 1. Generation im Zustand „Neu: Sonstige (siehe Artikelbeschreibung)“ liegt deutlich unter dem damaligen UVP von 149 EUR. Die aktuelle Marktpositionierung des Geräts muss im Kontext der inzwischen verfügbaren 2. Generation betrachtet werden, die mit einem UVP von 99 EUR und verbessertem Lautsprecher sowie zusätzlichem Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor ausgestattet ist. Der Preisunterschied von etwa 20 EUR zur neueren Generation spiegelt das höhere Alter der Hardware wider.
Die technische Ausstattung des Nest Hub der 1. Generation bleibt funktional, weist jedoch im Vergleich zur 2. Generation messbare Nachteile auf: Der Prozessor NXP i.MX 8M Mini bietet ausreichende Leistung für Sprachassistenten-Funktionen, erreicht aber bei komplexeren Visualisierungen oder parallelen Aufgaben spürbare Latenzen. Der 10-Watt-Lautsprecher liefert einen klaren, aber bassarmen Klang, der für Sprachwiedergabe und Podcasts ausreicht, bei Musik jedoch an Grenzen stößt.
Der Zustand „Neu: Sonstige“ erfordert eine kritische Prüfung: Während „Neu“ in der Regel ungeöffnete Originalverpackung bedeutet, kann „Sonstige“ auf geöffnete Retourenware, fehlende Zubehörteile oder leichte Gebrauchsspuren hinweisen. Käufer sollten den Artikelzustand vor dem Kauf genau prüfen, insbesondere ob das Netzteil und die Originalverpackung enthalten sind. Der Versand aus Deutschland reduziert das Risiko von Importgebühren und langen Lieferzeiten, was den effektiven Gesamtpreis im Vergleich zu internationalen Angeboten positiv beeinflusst.
Im Preisvergleich mit gebrauchten Geräten der 1. Generation, die häufig zwischen 40 und 60 EUR gehandelt werden, stellt der Preis von 79.99 EUR einen Aufpreis für den Neu-Status dar. Dieser Aufpreis ist gerechtfertigt, wenn das Gerät tatsächlich unbenutzt ist und die volle Funktionsfähigkeit garantiert wird. Die fehlende Herstellergarantie bei „Sonstige“-Ware sollte jedoch in die Kaufentscheidung einbezogen werden – Google gewährt auf neue Geräte standardmäßig 24 Monate Garantie, die bei Retourenware möglicherweise nicht mehr vollständig greift.
FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf
Frage 1: Unterstützt der Google Nest Hub der 1. Generation den Matter-Standard vollständig?
Ja, der Nest Hub der 1. Generation hat über ein Firmware-Update die Unterstützung für Matter erhalten. Das Gerät fungiert dabei als Matter-Controller und Thread-Border-Router, was bedeutet, dass es Matter-fähige Geräte über Thread direkt steuern kann. Allerdings ist die Implementierung nicht vollständig identisch mit der 2. Generation: Der Thread-Border-Router der 1. Generation unterstützt ausschließlich das ältere Thread 1.2-Protokoll, während die 2. Generation mit Thread 1.3 kompatibel ist. Für die meisten aktuellen Matter-Geräte ist diese Einschränkung irrelevant, da Thread 1.2 und 1.3 abwärtskompatibel sind. Die Matter-Steuerung über Wi-Fi funktioniert auf beiden Generationen identisch. Zu beachten ist, dass die Matter-Funktionalität nur mit einem Google-Konto und der Google-Home-App eingerichtet werden kann – eine Steuerung über Apple HomeKit oder Amazon Alexa ist nicht möglich.
Frage 2: Wie verhält sich die Soli-Radar-Gestenerkennung im Vergleich zur 2. Generation?
Die Soli-Radar-Technologie in der 1. Generation erkennt ausschließlich horizontale Wischbewegungen über dem Display, um Medienwiedergabe zu steuern (Play/Pause, Titel überspringen). Die Erkennung funktioniert zuverlässig in einem Abstand von 5 bis 30 Zentimetern über dem Bildschirm. Die 2. Generation verwendet dieselbe Soli-Hardware, hat aber durch optimierte Algorithmen eine verbesserte Erkennungsrate bei schnellen Gesten und reduziert Fehlauslösungen. Ein wesentlicher Unterschied: Die 1. Generation unterstützt keine vertikalen Wischgesten oder Tipp-Gesten, die in späteren Software-Updates für die 2. Generation eingeführt wurden. Die Gestensteuerung der 1. Generation ist auf Mediensteuerung beschränkt – eine Steuerung von Smart-Home-Geräten oder das Durchblättern von Menüs per Geste ist nicht möglich. Die Soli-Erkennung kann über die Geräteeinstellungen deaktiviert werden, was den Stromverbrauch minimal reduziert.
Frage 3: Kann der Nest Hub der 1. Generation als Zigbee-Hub verwendet werden?
Nein, der Nest Hub der 1. Generation enthält kein Zigbee-Modul und kann daher nicht direkt als Zigbee-Hub fungieren. Die Steuerung von Zigbee-Geräten ist ausschließlich über eine indirekte Anbindung möglich: Entweder über einen separaten Zigbee-Hub wie den Amazon Echo Plus oder über eine Brücke wie den Philips Hue Bridge, die über die Google-Home-App integriert wird. Der Nest Hub kommuniziert dann über Wi-Fi mit der Brücke, die die Zigbee-Signale übersetzt. Diese Architektur bedeutet einen zusätzlichen Hardware-Aufwand für Nutzer mit Zigbee-basierten Smart-Home-Geräten. Im Gegensatz dazu unterstützt der Nest Hub die Thread-Protokolle direkt über die integrierte Border-Router-Funktion, was für Matter-Geräte mit Thread-Unterstützung eine native Anbindung ermöglicht. Für die Steuerung von Zigbee-Geräten ist der Nest Hub der 1. Generation also nicht die optimale Wahl – hier wären Geräte mit integriertem Zigbee-Modul wie der Amazon Echo Show 8 oder der Hub von Aqara besser geeignet.
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Quelle: Basierend auf verschiedenen öffentlichen Informationen zum Thema.
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