Bticino Smarther2 WiFi Thermostat mit App-Steuerung: Nie wieder kaltes Zuh…
Bticino Smarther2 WiFi Thermostat mit App-Steuerung: Die technische Analyse
Der Bticino Smarther2 WiFi Thermostat mit App-Steuerung ist ein elektronischer Raumthermostat, der sich durch die Kombination aus dezentraler Regelung und zentraler App-Anbindung von einfachen mechanischen Thermostaten abhebt. Das Gerät richtet sich primär an Nutzer, die eine bestehende Heizungsanlage ohne aufwendige Verkabelung oder einen neuen Bus-Installationsstandard nachrüsten möchten. Der Smarther2 kommuniziert über das heimische WLAN-Netzwerk und benötigt keinen separaten Hub oder eine Cloud-Zwangsregistrierung für die Grundfunktion, was ihn von vielen proprietären Systemen der Konkurrenz unterscheidet. Die Zielgruppe sind technisch affine Endkunden, die Wert auf eine präzise Zeitsteuerung und Fernzugriff legen, ohne sich an ein geschlossenes Ökosystem eines einzelnen Herstellers zu binden. Der primäre technische USP liegt in der Kombination aus einem integrierten WiFi-Modul nach IEEE 802.11 b/g/n und der Unterstützung des Standards für die Gebäudesystemtechnik, was eine spätere Einbindung in ein größeres Automatisierungsszenario ermöglicht. Die Montage erfolgt entweder direkt auf einer Unterputzdose oder mit einem optionalen Aufputzrahmen, wobei die Stromversorgung über zwei AA-Batterien erfolgt, was die Installation unabhängig von einer vorhandenen Netzspannung macht. Der Thermostat unterstützt die Regelung von konventionellen Gas- und Ölheizungen sowie elektrischen Stellantrieben an Fußbodenheizungen, sofern diese mit potenzialfreien Kontakten arbeiten. Die Bedienung erfolgt über ein beleuchtetes Display mit Touch-Tasten, wobei die tägliche Programmierung über die zugehörige App für iOS und Android deutlich komfortabler ist als die direkte Eingabe am Gerät. Die App bietet eine wochenbasierte Zeitplanung mit bis zu sechs Schaltzeiten pro Tag und eine Urlaubsschaltung, die die Temperatur bei Abwesenheit automatisch absenkt. Die Datenübertragung zwischen Thermostat und App erfolgt verschlüsselt, wobei die Kommunikation über die Server des Herstellers läuft, was eine stabile Internetverbindung voraussetzt. Für Nutzer, die eine lokale Steuerung ohne Cloud bevorzugen, ist dieses Gerät weniger geeignet, da die Fernsteuerung zwingend über den Herstellerserver läuft. Das Gerät ist in Deutschland für den Betrieb an gasbefeuerten Heizkesseln mit 230-Volt-Anschluss zugelassen, wobei der Einbau durch eine Elektrofachkraft empfohlen wird, da die Anschlussklemmen für die Lastleitung und die Versorgungsspannung ausgelegt sind. Die Regelcharakteristik des Smarther2 basiert auf einem PID-Regler, der die Raumtemperatur in einem Bereich von 5 bis 35 Grad Celsius mit einer Genauigkeit von 0,1 Grad Celsius erfasst und regelt. Diese Regelgüte ist besonders für Fußbodenheizungen relevant, da diese eine hohe thermische Trägheit aufweisen und ein einfacher Zwei-Punkt-Regler zu starken Temperaturschwankungen führen würde. Der Thermostat verfügt über eine Frostschutzfunktion, die bei Unterschreitung von 5 Grad Celsius die Heizung aktiviert, sowie über eine Tastensperre zum Schutz vor unbeabsichtigter Bedienung durch Kinder. Die Verarbeitungsqualität des Gehäuses aus Kunststoff in der Farbe Weiß entspricht dem typischen Standard der Bticino-Produktlinie, wobei die Frontabdeckung abnehmbar ist, um einen einfachen Zugang zu den Batterien zu ermöglichen. Die Reichweite des WiFi-Moduls beträgt in Gebäuden typischerweise 20 bis 30 Meter, abhängig von der Beschaffenheit der Wände und der Position des Routers, wobei der Thermostat sowohl im 2,4-GHz-Band arbeitet, was eine breite Kompatibilität mit handelsüblichen Routern gewährleistet. Die Einrichtung erfolgt über die App, die den Thermostat im lokalen Netzwerk sucht und nach Eingabe der WLAN-Zugangsdaten mit dem Internet verbindet, wobei der gesamte Vorgang in der Regel weniger als fünf Minuten dauert. Der Smarther2 ist nicht mit proprietären Funksensoren erweiterbar, was die Einsatzmöglichkeiten für Nutzer mit mehreren Räumen einschränkt, da pro Thermostat nur ein Temperaturfühler verbaut ist. Für die Steuerung mehrerer Heizkreise in unterschiedlichen Räumen sind daher mehrere Geräte erforderlich, die jeweils einzeln in der App konfiguriert werden müssen. Die App bietet eine grafische Darstellung des Temperaturverlaufs der letzten 24 Stunden, was eine nachträgliche Analyse des Heizverhaltens ermöglicht und zur Optimierung der Heizzeiten beiträgt. Die Kompatibilität mit Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant ist über die Integration in die jeweiligen Smart-Home-Plattformen gegeben, wobei hierfür zusätzliche Skills beziehungsweise Actions eingerichtet werden müssen. Der Thermostat erfüllt die Anforderungen der europäischen Ökodesign-Richtlinie für Raumheizungsregler und trägt die CE-Kennzeichnung, was den Verkauf innerhalb der Europäischen Union legalisiert. Die Verarbeitung der Nutzerdaten erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung, wobei der Hersteller die Serverstandorte innerhalb der EU angibt, was für datenschutzbewusste Nutzer ein relevantes Kriterium darstellt. Die Firmware des Geräts kann über die App aktualisiert werden, wodurch Sicherheitslücken geschlossen und neue Funktionen nachgeliefert werden können, ohne dass das Gerät ausgebaut werden muss. Die Batterielebensdauer wird vom Hersteller mit bis zu zwei Jahren angegeben, abhängig von der Häufigkeit der WLAN-Kommunikation und der Display-Nutzung, wobei ein schwacher Batteriestand rechtzeitig über die App gemeldet wird. Der Smarther2 ist in der Lage, zwischen Sommer- und Winterzeit automatisch umzuschalten, sofern die Zeitzone in der App korrekt konfiguriert wurde, was die Wartung reduziert. Die Montage auf einer Unterputzdose erfordert einen Mindestdurchmesser von 60 Millimetern, wobei die beiliegende Montageplatte eine einfache Befestigung mit zwei Schrauben ermöglicht. Die Anschlussklemmen sind für Leitungen mit einem Querschnitt von 1,5 Quadratmillimetern ausgelegt, was dem Standard für Hausinstallationen entspricht. Der Thermostat unterstützt die Funktion der adaptiven Regelung, die den Heizbeginn so vorverlegt, dass die gewünschte Solltemperatur zum programmierten Zeitpunkt erreicht wird, was den Komfort erhöht und gleichzeitig Energie spart. Diese Funktion ist besonders für Nutzer relevant, die morgens zu einer festen Uhrzeit eine warme Wohnung vorfinden möchten, ohne die Heizung unnötig lange laufen zu lassen. Die Regelung der Vorlauftemperatur erfolgt nicht direkt durch den Thermostaten, sondern wird durch die Steuerung des Brenners beziehungsweise des Stellantriebs über den potenzialfreien Kontakt realisiert, was eine breite Kompatibilität mit verschiedenen Heizsystemen gewährleistet. Der Smarther2 ist nicht für den Betrieb an Wärmepumpen mit modulierender Regelung geeignet, da er nur einen Ein-/Aus-Kontakt bereitstellt, was bei der Produktauswahl berücksichtigt werden muss. Die App bietet eine Funktion zur Energieverbrauchsanzeige, die auf Basis der Heizzeiten und der Differenz zwischen Soll- und Ist-Temperatur einen geschätzten Verbrauch berechnet, wobei diese Werte nicht als exakte Messdaten interpretiert werden sollten. Die Bedienung des Thermostaten direkt am Gerät ist auf die grundlegenden Funktionen wie Temperaturänderung und manuelle Umschaltung zwischen den Betriebsmodi beschränkt, wobei die vollständige Konfiguration über die App erfolgt.
Hard Facts: Die Spezifikationen
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Produkttyp | WiFi-Raumthermostat |
| Regelungsart | PID-Regler |
| Temperaturbereich | 5 °C bis 35 °C |
| Temperaturauflösung | 0,1 °C |
| WiFi-Standard | IEEE 802.11 b/g/n (2,4 GHz) |
| Stromversorgung | 2 × AA-Batterien |
| Batterielebensdauer | bis zu 2 Jahre |
| Montage | Unterputzdose (Ø 60 mm) oder Aufputzrahmen |
| Lastkontakt | Potenzialfrei (Ein/Aus) |
| Anschlussquerschnitt | max. 1,5 mm² |
| Display | beleuchtet, Touch-Tasten |
| App-Kompatibilität | iOS, Android |
| Sprachassistenten | Amazon Alexa, Google Assistant |
| Betriebsmodi | Manuell, Programm, Urlaub, Frostschutz |
| Schaltzeiten pro Tag | bis zu 6 |
| Regelgenauigkeit | ±0,1 °C |
| Gehäusefarbe | Weiß |
| Zulassung | CE-Kennzeichnung, Ökodesign-Richtlinie |
Preis-Leistungs-Einordnung bei 132.00 EUR
Der Preis von 132.00 EUR für den Bticino Smarther2 WiFi Thermostat mit App-Steuerung im Zustand „Neu“ positioniert das Gerät im mittleren Preissegment für smarte Thermostate. Ein Vergleich mit Wettbewerbsprodukten zeigt, dass einfache programmierbare Thermostate ohne Netzwerkfunktion bereits ab etwa 30 EUR erhältlich sind, während vollwertige Smart-Home-Thermostate mit integriertem Display und Hub-Anbindung zwischen 150 und 250 EUR kosten. Der Smarther2 liegt mit seinem Preis unterhalb dieser Schwelle, bietet jedoch keine Erweiterbarkeit mit externen Sensoren oder eine modulierende Regelung, was die Preis-Leistungs-Relation für anspruchsvolle Nutzer relativiert. Die fehlende Notwendigkeit eines separaten Hubs reduziert die Gesamtkosten für den Endkunden, da keine zusätzliche Basisstation erworben werden muss, was bei Systemen wie Homematic oder Tado der Fall ist. Die Verarbeitungsqualität und die Markenherkunft von Bticino, einem Unternehmen der Legrand-Gruppe, rechtfertigen einen Teil des Preises, da die Elektronik und das Gehäuse für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind. Die App-Steuerung und die Fernzugriffsfunktion sind in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich, wobei die Konkurrenzprodukte von Eve oder Netatmo ähnliche Funktionen zu vergleichbaren Preisen anbieten. Die Integration in Sprachassistenten erhöht den Nutzwert für Endkunden, die bereits ein Smart-Home-System mit Alexa oder Google Assistant betreiben, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Die Energieeinsparung durch die programmierbare Zeitsteuerung und die adaptive Regelung kann je nach Heizverhalten zwischen 10 und 20 Prozent des jährlichen Heizenergieverbrauchs betragen, was bei einem durchschnittlichen Haushalt eine Amortisation des Kaufpreises innerhalb von ein bis zwei Heizperioden ermöglicht. Die Installation durch eine Elektrofachkraft verursacht zusätzliche Kosten von typischerweise 50 bis 100 EUR, sofern der Thermostat nicht an einer bestehenden Verdrahtung angeschlossen werden kann. Der Preis von 132.00 EUR ist für die gebotene Spezifikation als marktgerecht einzustufen, wobei das Gerät keine Premium-Funktionen wie eine geolokalisierte Anwesenheitserkennung oder eine Wettervorhersage-Integration bietet, die bei teureren Modellen zu finden sind. Die Verfügbarkeit des Produkts als Neuware mit Versand aus Deutschland stellt sicher, dass der Käufer von den gesetzlichen Gewährleistungsrechten profitiert und keine Importrisiken eingeht. Die langfristige Unterstützung der App und die Firmware-Updates sind für die Werterhaltung des Produkts entscheidend, wobei Bticino als etablierter Hersteller eine höhere Wahrscheinlichkeit für langfristigen Support bietet als No-Name-Produkte. Die Entscheidung für den Kauf sollte auf Basis der individuellen Heizungsanlage getroffen werden, da der Thermostat nur für Ein-/Aus-Regelungen geeignet ist und nicht mit modulierenden Wärmepumpen oder Brennwertkesseln mit analogen Schnittstellen kommunizieren kann. Die Investition in den Smarther2 lohnt sich insbesondere für Eigentümer von Bestandsgebäuden mit konventionellen Heizkesseln, die eine kostengünstige Nachrüstung mit Smart-Home-Funktionen anstreben, ohne ein komplettes System zu installieren.
FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf
Frage 1: Kann der Bticino Smarther2 WiFi Thermostat mit einer bestehenden Fußbodenheizung mit thermoelektrischen Stellantrieben verwendet werden?
Ja, der Smarther2 ist mit thermoelektrischen Stellantrieben kompatibel, sofern diese über einen potenzialfreien Kontakt angesteuert werden. Der Thermostat schaltet den Stellantrieb über einen Relaisausgang, der eine Spannung von bis zu 230 Volt und einen Strom von bis zu 2 Ampere schalten kann. Bei Fußbodenheizungen mit mehreren Heizkreisen ist jedoch zu beachten, dass der Smarther2 nur einen einzigen Temperaturfühler besitzt, der die Raumtemperatur an der Position des Thermostaten erfasst. Für eine präzise Regelung der Fußbodenheizung sollte der Thermostat in einer Höhe von etwa 1,5 Metern an einer Innenwand montiert werden, die nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt ist. Die Regelcharakteristik des PID-Reglers ist für Fußbodenheizungen geeignet, da sie die hohe thermische Trägheit des Estrichs berücksichtigt und ein Überschwingen der Raumtemperatur vermeidet. Die Anschlussleistung des Stellantriebs muss innerhalb der Spezifikationen des Thermostaten liegen, wobei die meisten handelsüblichen Stellantriebe eine Leistung von 2 bis 3 Watt aufweisen und somit problemlos betrieben werden können. Eine Erweiterung um mehrere Heizkreise mit einem einzigen Thermostaten ist nicht möglich, da der Smarther2 keine zusätzlichen Funksensoren unterstützt.
Frage 2: Wie verhält sich der Thermostat bei einem Ausfall des Internetzugangs oder der Herstellerserver?
Der Bticino Smarther2 WiFi Thermostat arbeitet bei einem Ausfall der Internetverbindung im lokalen Betrieb weiter. Die programmierten Heizzeiten und die manuelle Temperaturregelung bleiben vollständig funktionsfähig, da diese direkt auf dem Gerät gespeichert sind. Die Fernsteuerung über die App ist während eines Internetausfalls nicht möglich, da die Kommunikation über die Herstellerserver läuft. Die lokale Bedienung über das Display und die Touch-Tasten ist von der Störung nicht betroffen. Ein vollständiger Ausfall der Herstellerserver würde die Fernsteuerung dauerhaft beeinträchtigen, wobei die Grundfunktionen des Thermostaten weiterhin lokal arbeiten würden. Die Zeitschaltuhr arbeitet mit einer internen Gangreserve, die bei einem Batteriewechsel die Uhrzeit für einen begrenzten Zeitraum aufrechterhält, wobei eine Synchronisierung mit der App nach Wiederherstellung der Verbindung empfohlen wird. Die Temperaturregelung selbst ist nicht von der Cloud abhängig, was einen sicheren Betrieb auch bei Netzwerkproblemen gewährleistet.
Frage 3: Ist der Smarther2 für den Betrieb an einer Wärmepumpe mit modulierender Regelung geeignet?
Der Bticino Smarther2 WiFi Thermostat ist nicht für den Betrieb an Wärmepumpen mit modulierender Regelung geeignet. Das Gerät verfügt ausschließlich über einen potenzialfreien Ein-/Aus-Kontakt, der den Wärmeerzeuger entweder vollständig ein- oder ausschaltet. Modulierende Wärmepumpen benötigen eine stetige Regelung über eine analoge Schnittstelle oder einen digitalen Bus, um die Leistung entsprechend dem tatsächlichen Wärmebedarf anzupassen. Der Anschluss des Smarther2 an eine modulierende Wärmepumpe würde zu einem taktenden Betrieb führen, der die Effizienz der Wärmepumpe erheblich reduziert und den Verschleiß des Verdichters erhöht. Für Wärmepumpensysteme sind Thermostate mit einer Modbus- oder KNX-Schnittstelle erforderlich, die eine stetige Regelung ermöglichen. Der Smarther2 ist ausschließlich für konventionelle Heizkessel mit Zweipunktregelung sowie für Fußbodenheizungen mit thermoelektrischen Stellantrieben geeignet. Vor dem Kauf sollte die Art des vorhandenen Wärmeerzeugers überprüft werden, um eine Fehlinvestition zu vermeiden. Bei Gas- oder Ölbrennwertkesseln mit Ein-/Aus-Regelung ist der Smarther2 eine funktionsfähige Lösung, wobei die Effizienz des Kessels durch die Zweipunktregelung nicht beeinträchtigt wird.
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Quelle: Basierend auf verschiedenen öffentlichen Informationen zum Thema.
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