Aqara Presence Sensor FP2 Anwesenheitssensor 8: Die technische Analyse

Aqara Presence Sensor FP2 Anwesenheitssensor 8 ist ein kabelloser mmWave-Radarsensor (60 GHz) für die hochpräzise Anwesenheitserkennung in der Smart-Home-Steuerung. Anders als klassische PIR-Bewegungsmelder, die auf Wärmestrahlung angewiesene Bewegungen erfassen, detektiert der FP2 auch minimale Mikrobewegungen – einschließlich der Atembewegung einer ruhenden Person. Diese Fähigkeit macht ihn für Szenarien nutzbar, in denen eine kontinuierliche Präsenzüberwachung erforderlich ist, etwa in Arbeitszimmern, Badezimmern oder Schlafräumen, wo eine eingeschaltete Beleuchtung bei Abwesenheit unnötige Energie verbraucht. Der Sensor kommuniziert ausschließlich über Zigbee 3.0 und benötigt daher einen kompatiblen Zigbee-Hub von Aqara (z. B. M2 oder M1S) oder einen Thread-Border-Router, da das Gerät selbst kein WLAN-Modul besitzt. Der Übertragungsweg verläuft lokal; die Auswertung der Radardaten erfolgt im Sensor selbst, ohne Cloud-Anbindung für die Primärerkennung. Der FP2 richtet sich an Nutzer, die eine verzögerungsfreie Automatisierung auf Basis echter Anwesenheit – nicht lediglich Bewegung – wünschen. Für reine Bewegungsauslöser in Fluren oder Eingangsbereichen ist ein günstigerer PIR-Sensor meist ausreichend.

Die mmWave-Technik arbeitet im Frequenzband um 60 GHz und nutzt die Doppler-Verschiebung sowie Phasenänderungen reflektierter Signale. Das Modul unterscheidet zwischen statischen Personen und leblosen Objekten wie Heizkörpern oder Vorhängen. Der Sensor kann bis zu acht benutzerdefinierte Zonen innerhalb eines Erfassungsbereichs von bis zu 8 Meter und einem Erfassungswinkel von 120° einrichten. Die Zonen lassen sich in der Aqara-App als „aktiv“ (Lichtschaltung) oder „passiv“ (Ignorieren) definieren. Ein praktischer Nebeneffekt: Der FP2 erfasst die relative Atemfrequenz – ein Parameter, der für gesundheitsbezogene Smart-Home-Szenarien (z. B. Schlaftracking) genutzt werden kann, jedoch keine medizinische Validierung besitzt. Der Sensor ist im Neuzustand für 74,95 EUR erhältlich und wird Versand aus Deutschland angeboten. Die Stromversorgung erfolgt über ein USB-C-Kabel (5 V, 1 A) – ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten. Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt, Abmessungen betragen etwa 33 mm × 33 mm × 33 mm (Würfelform), das Gewicht liegt bei rund 36 g. Auf der Unterseite befindet sich ein Kugelgelenk zur Ausrichtung; die Montage ist auf einer ebenen Fläche oder an der Decke möglich. Die Betriebstemperatur reicht von 0 °C bis 40 °C, die Luftfeuchtigkeit verträgt bis zu 95 % (nicht kondensierend). Der Sensor unterstützt über den Hub Apple HomeKit, Google Home und Amazon Alexa.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Parameter Wert
Technologie mmWave-Radar (60 GHz)
Maximale Reichweite 8 Meter
Erfassungswinkel 120°
Kommunikationsprotokoll Zigbee 3.0
Stromversorgung USB-C, 5 V DC (1 A)
Abmessungen 33 × 33 × 33 mm
Gewicht 36 g
Betriebstemperatur 0 °C bis +40 °C
Betriebsfeuchte 0 % bis 95 % (nicht kondensierend)
Kompatible Sprachassistenten Siri, Google Assistant, Amazon Alexa (jeweils über Aqara Hub)
Zonenkonfiguration bis zu 8 benutzerdefinierte Zonen
Benötigter Hub Aqara Zigbee 3.0 Hub (z. B. M2, M1S, E1)
Zustand Neu
Preis 74,95 EUR

Preis-Leistungs-Einordnung bei 74.95 EUR

Der Preis von 74,95 EUR im Neuzustand positioniert den FP2 im oberen Segment der Smart-Home-Präsenzsensoren. Zum Vergleich: Ein klassischer PIR-Bewegungsmelder von Aqara (etwa der Aqara Motion Sensor P1) kostet 15 bis 20 EUR. Der Mehrpreis resultiert aus der mmWave-Technik mit Atemdetektion und der Möglichkeit, mehrere Zonen zu definieren. Hersteller wie Philips Hue oder Bosch bieten ähnliche mmWave-Sensoren, die in der Regel über 100 EUR kosten (z. B. Philips Hue Präsenzsensor für 129 EUR). Der FP2 liegt preislich unter diesen Angeboten, erfordert jedoch einen zusätzlichen Zigbee-Hub von Aqara (ab ca. 30 EUR), sofern kein kompatibler Hub vorhanden ist. Die Gesamtinvestition steigt damit auf mindestens 105 EUR – ein für die Zielgruppe typischer Betrag.

Wer bereits ein Aqara-Hub-basiertes System betreibt, spart die Anschaffung eines weiteren Gateways. Der FP2 ersetzt in komplexen Automatisierungen (Licht, Heizung, Jalousien) mehrere PIR-Sensoren, weil er statische Anwesenheit erkennt. Für reine Bewegungsauslöser (Flur, Treppenhaus) ist der Preis nicht gerechtfertigt – dort genügt ein PIR-Melder für den Bruchteil der Kosten. Der FP2 richtet sich an Nutzer mit hohen Anforderungen an Ausfallsicherheit und Fehlervermeidung bei Anwesenheitserkennung, etwa in Home-Office-Räumen oder bei smarter Heizungssteuerung nach tatsächlicher Nutzung. Die Amortisation kann durch Energieeinsparungen (Heizung, Licht, Elektronik) erfolgen, ist aber vom individuellen Verbrauchsprofil abhängig. Insgesamt entspricht der Preis dem technischen Niveau und erzielt ein gutes Verhältnis von Funktionsumfang zu Kosten im Vergleich zu Wettbewerbslösungen mit identischer Radar-Basis.

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

1. Funktioniert der Sensor auch ohne Aqara-Hub und direkt via WLAN?
Nein. Der Aqara Presence Sensor FP2 besitzt kein WLAN-Modul, sondern kommuniziert ausschließlich über Zigbee 3.0. Für den Betrieb ist zwingend ein kompatibler Aqara Zigbee-Hub erforderlich (z. B. Aqara Hub M2, M1S, E1 oder der Aqara Camera Hub G3). Ohne diesen Hub kann der Sensor weder mit dem Smart-Home-System kommunizieren noch in der App eingerichtet werden. Ein direkter Anschluss an einen WLAN-Router oder eine Fritz!Box ist technisch ausgeschlossen.

2. Kann der Sensor zwischen Menschen und Haustieren unterscheiden?
Ja, eingeschränkt. Der FP2 analysiert die Größe, das Bewegungsmuster und die Signatur der reflektierten Radarwellen. Große Haustiere (ab etwa 15 kg, z. B. Labrador) werden häufig als menschliche Anwesenheit interpretiert. Kleine Tiere (Katzen, kleine Hunde) werden in der Regel ignoriert, wenn die entsprechenden Filter in der Aqara-App aktiviert sind. Eine zuverlässige Unterscheidung ist nicht garantiert; der Hersteller empfiehlt, den Sensor in Bereichen zu platzieren, die Tiere nicht dauerhaft aufhalten. Haustierbesitzer sollten kritisch prüfen, ob die Präsenzerkennung für ihr Wohnumfeld ausreichend unterdrückt wird.

3. Wie viele Zonen können konfiguriert werden und welche Einschränkungen gibt es?
Es können bis zu acht individuelle Zonen im Erfassungsbereich definiert werden. Jede Zone kann als „Aktiv“ (löst Automatisierungen aus) oder „Passiv“ (ignoriert Bewegung) markiert werden. Die Zonen können rechteckig oder oval mit anpassbarer Größe gezeichnet werden. Eine Zone darf maximal 4 m² Fläche abdecken; die Gesamtfläche aller Zonen ist auf 32 m² begrenzt. Zonen dürfen sich nicht überschneiden, da dies zu Fehlerkennungen führen kann. Besonders problematisch sind große Glasflächen oder Spiegel im Erfassungsbereich: Diese reflektieren Radarwellen und können Geisterzonen erzeugen, die manuell als Passivzonen definiert werden müssen.

Aqara Presence Sensor FP2 Anwesenheitssensor 8

74.95 EUR


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