ELV Bausatz Homematic IP 2-Kanal-Temperatursensor mit: Die technische Analyse

ELV Bausatz Homematic IP 2-Kanal-Temperatursensor mit ist ein DIY-Bausatz, der zwei externe Temperatursensorkanäle in ein Homematic-IP-System integriert. Der Hersteller ELV Elektronik liefert das Produkt als Bausatz, der vom Anwender selbst gelötet werden muss – eine Grundvoraussetzung für die Inbetriebnahme ist daher der Umgang mit Lötkolben und elektronischen Bauteilen. Die Zielgruppe sind technisch affine Heimautomatisierer, die ihre Smart-Home-Infrastruktur um kabelgebundene Temperaturmesspunkte erweitern möchten, ohne auf die drahtlose Homematic-IP-Kommunikation zu verzichten. Die zentrale Herausforderung: Anders als bei fertigen Sensoren muss der Nutzer hier aktive Lötarbeit leisten, erhält aber dafür die Freiheit, die Sensorpositionen und -typen (DS18B20, NTC oder PT1000, je nach Schaltungsauslegung) selbst zu wählen. Der Preis von 64,85 Euro für den Bausatz im Zustand „Neu“ inkludiert das notwendige Funkmodul, die Platine und alle passiven Bauteile, jedoch nicht die externen Temperaturfühler oder ein Gehäuse. Der Versand aus Deutschland erfolgt üblicherweise innerhalb weniger Tage.

Technisch basiert der Sensor auf dem Homematic-IP-Funkprotokoll (868 MHz) und kommuniziert bidirektional mit einer Zentrale wie dem Homematic IP Access Point oder der CCU3. Die Kanalanzahl von zwei ermöglicht die separate Überwachung zweier Messstellen – typische Anwendungen sind Raum-, Außen- oder Kühlschranktemperatur. Da der Bausatz keine integrierten Sensoren enthält, ist der Anwender für die Auswahl und den Anschluss der Fühler verantwortlich. ELV liefert in der Regel einen Schaltplan und eine Stückliste; üblich sind 1-Wire-Sensoren vom Typ DS18B20 oder analoge NTCs, die über Schraubklemmen oder Lötpads angeschlossen werden. Die Firmware des Sensors ist fertig programmiert und benötigt keinen weiteren Eingriff – die Konfiguration erfolgt komplett über die Homematic-IP-Oberfläche. Somit liegt der primäre USP dieses Produkts in der Kombination aus flexibler, selbst gewählter Sensorhardware und der nahtlosen Einbindung in das Homematic-IP-Ökosystem, was bei fertigen Komponenten so nicht möglich ist.

Für den Betrieb ist eine Homematic-IP-Zentrale zwingend erforderlich. Der Sensor meldet sich automatisch im System an (Pairing per Tastendruck) und sendet die Temperaturwerte in konfigurierbaren Intervallen (typisch 2–15 Minuten). Die Stromversorgung erfolgt standardmäßig über zwei Mignon-Batterien (AA), die Laufzeit liegt bei guter Qualität zwischen 1–2 Jahren. Optional ist der Anschluss eines Netzteils über die auf der Platine vorgesehenen Lötpunkte möglich – dies reduziert den Wartungsaufwand. Die Reichweite beträgt im Gebäude typischerweise bis zu 100 Meter, abhängig von Wänden und Störquellen.

Gegenüber fertigen Homematic-IP-Temperatursensoren bietet der Bausatz den Vorteil, dass der Anwender die genauen Messbereiche und Genauigkeiten selbst bestimmen kann – via DS18B20 sind z.B. Bereiche von -55 bis +125 °C mit ±0,5 °C erreichbar. Der Nachteil liegt im höheren Montageaufwand und der fehlenden Gehäuseschutzes (IP-Schutzklasse). Der Bausatz ist daher vor allem für den Einsatz in trockenen Innenräumen und für Bastlerprojekte geeignet, die maximale Flexibilität fordern.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Parameter Wert
Produkttyp Bausatz (DIY-Lötprojekt)
Funkprotokoll Homematic IP (868 MHz, bidirektional)
Anzahl Sensorkanäle 2
Spannungsversorgung 2× AA-Batterien (optional externes Netzteil)
Kompatibilität Homematic IP Access Point, CCU3, weitere Homematic-IP-Zentralen
Lieferumfang Platine, Funkmodul, Bauteile, Schaltplan (keine Gehäuse, keine Sensoren)
Hersteller ELV Elektronik
Preis 64,85 EUR (neu)
Versand aus Deutschland

Preis-Leistungs-Einordnung bei 64.85 EUR

Der Preis von 64,85 Euro für einen Bausatz mit zwei Kanälen liegt über dem eines fertigen Homematic-IP-Wandthermostats (ca. 35–45 Euro), ist aber unter dem eines professionellen Mehrkanal-Datenerfassungssystems. Die Leistung bemisst sich nicht nur an der reinen Funktion, sondern an der Flexibilität, die der Bausatz bietet: Der Nutzer kann beliebige Temperatursensoren (1-Wire, NTC, PT1000) anschließen, die in der Präzision und Reichweite weit über das hinausgehen, was integrierte Sensoren können. Zudem ermöglicht der Bausatz die Positionierung der Fühler an exakt den gewünschten Messorten – per Kabel auch in schwer zugänglichen Ecken (z.B. hinter Möbeln, in Hohlräumen). Fertige Sensoren haben oft ein eigenes Gehäuse und sind auf einen eingebauten Sensor beschränkt.

Der Preis sollte jedoch in Relation zum notwendigen Zubehör gesehen werden: Fehlen Sensoren (z.B. DS18B20 für ca. 2–3 Euro pro Stück) und ein passendes Gehäuse (z.B. Unterputzdose oder Aufputzgehäuse ab 5 Euro), entstehen Mehrkosten. Auch ein Lötkolben und Lot sind bei Neuanschaffung budgetär einzuplanen. Dennoch: Für einen Hobby-Elektroniker, der bereits Grundausstattung besitzt, ist der Bausatz günstiger als eine vergleichbare Komplettlösung von Drittanbietern, die spezielle Wetterstationen oder Industrietemperaturlogger (100–300 Euro) voraussetzen. Im Homematic-IP-Kontext ist er die einzige Möglichkeit, eigenständig externe analoge oder 1-Wire-Sensoren zu integrieren, ohne auf ein Gateway eines anderen Herstellers wechseln zu müssen. Daher ergibt sich eine positive Preis-Leistung für diejenigen, die genau diesen Workflow benötigen.

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

1. Welche Temperatursensoren kann ich an den Bausatz anschließen und wie werden sie konfiguriert?
Der Bausatz unterstützt je nach Schaltungsauslegung (Schaltplan liegt bei) typischerweise digitale 1-Wire-Sensoren wie den DS18B20 sowie analoge NTCs oder PT1000. Die Anschlussbelegung ist auf der Platine per Klemmen oder Lötpads markiert. Bei 1-Wire-Sensoren werden sie einfach parallel geschaltet und vom Controller automatisch erkannt – die eindeutige ID des Sensors wird in der Homematic-IP-Oberfläche sichtbar. Bei analogen Sensoren muss eventuell ein Spannungsteiler (Widerstand) angelegt sein; die Kennlinie wird nicht automatisch erfasst – hier ist man auf die Standard-NTC-Kurven oder Kalibrierung angewiesen. Der Kanalausgang meldet dann die gemessene Spannung, die in der Zentrale in Temperatur umgerechnet werden muss (z.B. per Systemvariable). ELV gibt im Handbuch die empfohlenen Sensortypen und Widerstandswerte vor.

2. Wie hoch ist die Genauigkeit der Messung und wie oft werden die Daten aktualisiert?
Die Genauigkeit hängt vom verwendeten Sensor ab – mit DS18B20 sind ±0,5 °C im Bereich -10 bis +85 °C erreichbar. Der Homematic-IP-Controller des Bausatzes sendet die Werte standardmäßig alle 120 Sekunden, wenn sich die Temperatur um mindestens 0,5 °C ändert, ansonsten einmal pro Stunde (konfigurierbar in der Zentrale). Die interne Auflösung des 1-Wire-Bus beträgt 9–12 Bit, wobei der DS18B20 standardmäßig 12 Bit (0,0625 °C Schrittweite) liefert. Die Übertragung über Homematic IP ist verlustbehaftet: Fehlende Funkpakete können zu Lücken von bis zu 15 Minuten führen – der Bausatz puffert die letzten Messwerte und sendet sie später, sofern die Batterie nicht leer ist.

3. Ist der Bausatz auch ohne Löterfahrung montierbar?
Nein. Die Montage erfordert das Verlöten von 20–30 Bauteilen in Durchsteckmontage (THT) auf einer Leiterplatte. Ein Lötkolben mit feiner Spitze (z.B. 20–30 Watt) und bleifreies Lötzinn (Durchmesser 0,5–0,8 mm) sind notwendig. Die beiliegende Anleitung enthält eine Schritt-für-Schritt-Bestückung. Nach der Montage muss der Bausatz funktionsgeprüft werden (z.B. Spannungsmessung an den Testpunkten). Fehlerhafte Lötstellen führen zu Fehlfunktionen – eine Fehlersuche ist nur mit Multimeter und Grundkenntnissen möglich. Für Anfänger gibt es von ELV auch fertig aufgebaute Module, die allerdings teurer sind.

ELV Bausatz Homematic IP 2-Kanal-Temperatursensor mit

ELV Bausatz Homematic IP 2-Kanal-Temperatursensor mit

64.85 EUR


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