Ring Video Doorbell 2. Generation -: Die technische Analyse

Die Ring Video Doorbell 2. Generation zielt auf Nutzer ab, die eine zuverlässige Türklingel mit HD-Videoüberwachung wünschen, ohne ein komplett neues Smart-Home-Ökosystem aufzubauen. Der primäre technische USP liegt in der Kombination aus 1080p-Auflösung, erweiterter Bewegungserkennung mit einstellbaren Zonen und der Möglichkeit, die Klingel sowohl kabelgebunden als auch über den integrierten Akku zu betreiben. Für Mieter, die keine feste Verkabelung vornehmen können, ist die Akku-Variante die einzige Wahl. Dagegen präferieren Eigenheimbesitzer mit vorhandener Klingelleitung oft den kabelgebundenen Dauerbetrieb, um sich das Aufladen zu sparen. Entscheidend ist die WLAN-Anbindung: Das Gerät unterstützt ausschließlich das 2,4-GHz-Band. Wer ein Mesh-System mit 5‑GHz-Fallback verwendet, muss sicherstellen, dass die Türklingel im 2,4‑GHz-Netz bleibt. Die Kompatibilität mit Alexa ermöglicht Sprachsteuerung und Live-View auf Echo-Show-Geräten; eine Apple-HomeKit-Integration fehlt. Im Vergleich zur dritten Generation (2020) fehlt die Pre-Roll-Funktion (Vorschau vor Bewegungserkennung). Die 2. Generation setzt dagegen auf einen ausreichend großen Akku (6.000 mAh), der je nach Ereignisaufkommen etwa 2–3 Monate durchhält. Für Nutzer mit hohem Verkehrsaufkommen vor der Tür (z. B. Paketdienste) ist dies ein relevanter Wartungsfaktor. Die Montage erfolgt über zwei Schrauben in der mitgelieferten Halterung. Das Gehäuse ist witterungsbeständig nach IP54 (Spritzwasser, Staub). Ein Nachteil ist die fehlende 5-GHz-Unterstützung, die in dicht besiedelten Gebieten zu Interferenzen führen kann. Dennoch bietet das Modell für 59,99 EUR (Neu) einen soliden Einstieg in Video-Türklingeln, ohne dass ein Abonnement für die Grundfunktionen (Live-View, Bewegungserkennung) zwingend ist – die Cloud-Speicherung von Aufnahmen erfordert jedoch ein Ring Protect Abo (ab 3,99 EUR/Monat). Die Zielgruppe sind technikaffine Einsteiger mit bestehender Alexa-Infrastruktur oder solche, die keine dauerhafte Verkabelung legen können.

Hard Facts: Die Spezifikationen

Parameter Wert
Videoauflösung 1080p HD (1920 × 1080 Pixel)
Sichtfeld (diagonal) 160°
Nachtsicht Infrarot-LEDs, Schwarz-Weiß-Bild
Bewegungserkennung Passiv-Infrarot (PIR), einstellbare Zonen
Audio Zwei-Wege-Audio mit Rauschunterdrückung
Stromversorgung Integrierter Lithium-Ionen-Akku (6.000 mAh) oder kabelgebunden (8–24 V AC, 16 V AC empfohlen)
WLAN 802.11 b/g/n, nur 2,4 GHz
Kompatibilität Amazon Alexa, Ring App (iOS/Android)
Abmessungen (H × B × T) 155 mm × 90 mm × 90 mm (ohne Montageplatte)
Gewicht ca. 120 g (nur Klingel)
Schutzklasse IP54 (staubgeschützt, spritzwassergeschützt)
Betriebstemperatur -20 °C bis +45 °C
Lieferumfang Ring Video Doorbell 2. Generation, Montageplatte, Schrauben, Werkzeug, USB-C-Ladekabel, Bedienungsanleitung
Zustand Neu (unbenutzt, Originalverpackung)
Preis 59,99 EUR
Versand Deutschland

Preis-Leistungs-Einordnung bei 59.99 EUR

Zu 59,99 EUR als Neuware liegt der Preis rund 40 % unter dem typischen UVP von 99,99 EUR. Dies ist ein markanter Rabatt, der auf eine Auslaufaktion, Restbestände oder gezielte Preissenkung hindeutet. Für diesen Preis erhält man eine voll funktionsfähige 1080p-Türklingel mit Akkubetrieb, die in der Basisversion (Live-View, Bewegungserkennung) ohne Abonnement nutzbar ist. Die fehlende 5‑GHz-WLAN-Unterstützung und die ältere Generation (kein Pre-Roll) sind objektive Abstriche. Dennoch ist die Qualität der Kamera (160° Sichtfeld, Nachtsicht) und des Zwei-Wege-Audios für Einsteiger bis mittlere Ansprüche ausreichend. Ein direkter Vergleich: Die Aqara G4 kostet mit Hub ca. 100 EUR, bietet HomeKit-Unterstützung, aber nur 2,4‑GHz-WLAN. Eufys batteriebetriebene Doorbell (1080p) liegt regulär bei 79–99 EUR. Die Ring 2. Generation unterbietet diese Modelle preislich deutlich, verzichtet aber auf 5‑GHz-WLAN und eine lokale Speichermöglichkeit (nur Cloud). Wer bereit ist, auf Cloud-Speicher zu verzichten und die Basisfunktionen nutzt, erhält ein ausgereiftes System mit etablierter App und Alexa-Integration. Die Garantie beträgt beim Hersteller 1 Jahr, bei Neukauf über eBay oft auch die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren. Der Zustand „Neu“ garantiert volle Funktionsfähigkeit, ohne Abnutzung. Zusammengefasst: Für 59,99 EUR ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger ohne 5‑GHz-Zwang und ohne Zwang zu Cloud-Abonnements sehr gut. Für anspruchsvolle Nutzer, die lokale Speicherung oder 5‑GHz-Unterstützung benötigen, ist ein Aufpreis zu Modellen der 3. Generation oder zu Konkurrenzprodukten wie der Reolink Doorbell sinnvoll.

FAQ: 3 kritische Fragen vor dem Kauf

1. Wie lange hält der Akku im typischen Mischbetrieb (ca. 10–20 Ereignisse pro Tag)?
Der integrierte Lithium-Ionen-Akku mit 6.000 mAh und 3,65 V Nennspannung (entspricht ca. 21,9 Wh) versorgt das Gerät. Bei durchschnittlicher Nutzung (Live-View nur bei Türklingelbetätigung, Bewegungserkennung auf mittlerer Empfindlichkeit) liegt die Laufzeit zwischen 2 und 3 Monaten. Bei extrem hohem Verkehr (z. B. Neben belebter Straße) sinkt sie auf 4–6 Wochen. Die Ladedauer über USB-C (5 V/1 A) beträgt ca. 4–5 Stunden. Ein Austausch des Akkus ist nicht vorgesehen – das gesamte Gerät muss nach etwa 3–4 Jahren (je nach Ladezyklen) ersetzt werden, da der Akku fest verbaut ist. Wichtig: Bei kabelgebundenem Betrieb entfällt das Aufladen vollständig, sofern die vorhandene Klingelleitung 16 V AC bei mindestens 10 VA liefert.

2. Ist die Ring Doorbell 2. Generation mit meiner bestehenden Klingelanlage kompatibel, wenn diese mit 8–12 V AC arbeitet?
Ja, aber nur bedingt. Herstellerangabe: 8–24 V AC, ideal 16 V AC bei 20 VA. Bei geringerer Spannung (8 V) kann die Aufladung des Akkus langsam erfolgen oder unterbrochen werden, wenn gleichzeitig ein mechanisches Klingelwerk im Haus läutet. Empfehlung: Vor der Montage die Spannung an der Klingelleitung mit einem Multimeter messen. Ist die Spannung unter 10 V oder die Leistung unter 10 VA, kann es zu Fehlfunktionen kommen. In diesem Fall ist der reine Akkubetrieb oder der Einsatz eines separaten Ring-Netzteils (erbhältlich separat) zu empfehlen. Die Kompatibilität mit digitalen Gongs (z. B. von Reuter oder Siedle) ist oft gegeben, jedoch kann ein Eingangskondensator (wird mitgeliefert) notwendig sein, um Dauerläuten zu vermeiden.

3. Kann ich Aufnahmen lokal speichern, ohne ein Ring Protect Abo abzuschließen?
Nein. Die Ring Video Doorbell 2. Generation besitzt keinen integrierten Speicher und keinen microSD-Kartenslot. Alle aufgezeichneten Videoclips (Bewegungsereignisse oder Klingelknopfbetätigungen) müssen in der Cloud gespeichert werden. Ohne Abonnement (Ring Protect Basic startet bei 3,99 EUR/Monat für eine Kamera) werden nur Live-View und Bewegungserkennung ohne Aufzeichnung bereitgestellt. Eine lokale Speicherung auf einem NAS oder über RTSP ist nicht vorgesehen und technisch nicht möglich. Alternativlösung: Einige Nutzer nutzen die Integration in Alexa Routinen, um Echo-Shows Screenshots anzuzeigen – eine Speicherung erfolgt auch hier nicht. Für lokale Speicherung sind Modelle wie die Reolink Video Doorbell oder die Eufy Video Doorbell Dual (mit HomeBase) die Alternative.

Ring Video Doorbell 2. Generation -

Ring Video Doorbell 2. Generation –

59.99 EUR


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